Die Costa da Vela ist eine schroffe, von granitenen Bergen geprägte Steilküste, die die Halbinsel Morrazo nach Westen in Richtung Atlantik begrenzt. Sie reicht vom Cabo Home, dem Kap, das den nördlichen Eingang zur Bucht von Vigo markiert, bis zur Punta Couso, der südlichen Grenze der kleinen Ría de Aldán.

Velar bedeutet im Spanischen Wache halten. In der heutigen Sprache ist die Bedeutung meines Wissens nach auf die Totenwache begrenzt. In dieser Ortsbezeichnung weist der Name aber auf die strategischen Ausgucke entlang der Küste hin, von denen aus die Bevölkerung in den Dörfern an der Bucht in alten Zeiten den Atlantik im Blick behielt, um früh vor herannahenden Piraten oder feindlichen Soldaten gewarnt zu sein.
Die Costa da Vela ist zu jeder Jahreszeit wunderschön. Im Sommer herrscht reger Betrieb auf dem Parkplatz an der Caracola, …

… der Skulptur einer Meeresschnecke aus Edelstahl des lokalen Bildhauers Lito Portela, von der aus sich wunderschöne Sonnenuntergänge beobachten lassen.

Von hier aus erklimmt man auch in einer knappen halben Stunde den Monte Facho, auf dem vor Jahren ein antikes Sonnenheiligtum ausgegraben wurde. (Hier finden Sie Näheres dazu in einem eigenen Blogeintrag.)
Heute gehen wir Richtung Süden, immer die Steilküste entlang, bis zum Leuchtturm am Cabo Home, dem Kap des Menschen.
Tief unter uns peitschen große Brecher an die Felsen. Der Wind bläst uns um die Ohren, unsere Augen genießen die frischen, winterlichen Farben und den weiten Horizont.

Diesen fantastischen Ort erreichen sie nach einer kurzen, 20-minütigen Autofahrt von der Casa das Señoritas.
Pindo









